Verfasst von: siddler | Freitag, Dezember 21, 2007

Training und Klamotten (4) – Laufen mit Minusgraden

Winterimpressionen im RheinlandDer Winter ist in seiner ganzen Pracht und Herrlichkeit über das Rheinland gekommen. Die Skifahrer unter uns verspüren bei trockenen Minusgraden eine Sehnsucht nach frisch präparierten Pisten und zwei Brettern unter den Füßen (bevor ein Glaubenskrieg ausbricht: Die Sehnsucht nach einem querstehenden Brett unter den Füßen ist auch ok ;-) ). Beim Blick auf das Thermometer stelle ich mir die Frage “Mann oder Männchen?”. -2°C lassen mir meine Lauffreude ein wenig in den Socken gefrieren. Aber bei dem Wetter muss ich einfach raus!

Und so geht es auf meine Lieblingsstrecke. Aus Zeitmangel in der kurzen Version. Herrliche kalte Luft bläst einem durch die Lungen. Und siehe da: Man ist nicht alleine. Jetzt zeigt sich die echte Laufelite und ich gehöre also dazu ;-) Wer Achim Achilles und den Artikel über Grußkultur gelesen hat, weiß, dass man unter diesen Bedingungen jeden Läufer guten Gewissens grüßen darf. Echte Männer unter sich (ja ja, Macho-Alarm – es laufen natürlich auch ein paar harte Iron-Women – grob geschätzt sogar mehr Frauen als Männer ;-) )

Nach dem Lauf fühle ich mich, als hätte ich den Mond ein zweites Mal für die Menschheit erobert. Das muss morgen wohl wieder sein!

Und hier noch die Temperatur-Summary:

  • Außentemperatur ca. -2°C, knochentrocken, sonnig, leichter Wind
  • Training: 7km, langsam mit Steigerungen am Ende
  • Lange windabweisende Trainingshose (ALDI)
  • Baumwoll-T-Shirt für drunter
  • Darüber ein Tchibo Ski-Pulli (Funktionsfaser)
  • Und um den Hals ein buntes Batik-Tuch (Baumwolle)
  • Sport-Handschuhe (Fleece von ALDI)
  • Normale Laufschuhe und -socken
  • Laufmütze mit Ohrenschutz
  • Ergebnis: Rundum gut und warm – optimal, entscheidend aber hier Sonne und Trockenheit; andernfalls wäre wohl eine zusätzliche Schicht unverzichtbar gewesen ;-)

Antworten

  1. das sah aber bestimmt super aus mit Deinem Tüchlein :-)

    Aber ersteinmal einen dicken RESPEKT! Punkt :-)

    Mach doch mal den blöden Mond da raus !

  2. meiner Meinung nach gibt es nichts cooleres als bei schneebedeckter Oberfläche und Minusgraden über Wald und Wiese oder halt im Park zu laufen. Mit einer guten Ausrüstung ist das kein Problem. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich mal in so einer Laufleggin starte, aber mit der komme ich eigentlich überall durch. Und dann habe ich noch zwei Longsleves von Nike. Eines für gefühlte 0 Grad und eines für gefühlte -10. Die passen immer. Handschuhe und Mütze auch von Aldi, das sind die besten.

    Härtepunkte bekommt man immer bei solchen Einheiten. Und rein vom gesundheitlichen Aspekt ist das alles unbedenklich. Nur Intervalle würde ich keine machen, weil man dann zu sehr schwitzt und auskühlen könnte. Ansonsten ist es in der Winterzeit einfach super. Warte mal auf Sommer mit 30 (gefühlten 40) Grad – das ist wahre Härte….

    Alles Gute euch Vieren.
    Peter
    tri4life.at

  3. bzgl. wärme hast du absolut recht. das ist in bezug auf die leistungsfähigkeit sicherlich deutlich schlimmer, als kälte.

    psychologisch verdient man sich natürlich bei eis und schnee mehr härtepunkte ;-) ein wichtiger aspekt ist zusätzlich bei eis und schnee das thema sicherheit. ist schon blöd, wenn man in der vorbereitung ausrutscht und dann mit verstauchtem knöchel ein paar wochen aussetzen muss…


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