Jahaaa! Jetzt gehöre ich also auch endlich zu denjenigen, die ihre läuferischen Aktivitäten durch (sogar mehrere) Läufe im berühmten Central Park in New York geadelt haben. Mit einem gewissen Stolz in der Stimme (und den Beinen) kann ich schreiben: Ich bin dabei gewesen. (Der geneigte Leser mag sich vorstellen, welche egozentrischen Lobeshymnen der Autor erst in die Tastatur hämmerte, würde er am New York-Marathon teilnehmen
)
Also lest hier mehr…
Eines vorneweg: New York ist im Sommer verläßlich heiß. Das war sehr angenehm, wenn man aus den heimischen Gefilden kommend den Sommer schmerzlich vermisst. Aber wenn Laufen auf dem Aktivitäten-Plan steht, sollte man sich klar sein, dass entsprechend leichte Kleidung ein wirkliches Muss sind.
Die gute Nachricht: Wenn man über einen hohen Produktwert aus Figur x Selbstvertrauen verfügen sollte, dann kann man auch oben ohne laufen (bezieht sich mehr auf die männliche Leserschaft
). Ich habe viele Läufer gesehen, die das machen. Man fällt (vermutlich) nicht negativ auf
Zurück zum eigentlichen Laufen: Der Park ist wirklich groß. Dementsprechend kann für eine Runde auf dem Hauptweg (komplett asphaltiert) ca. 10km (das sind in diesem komischen imperialen Längensystem etwa 6 Meilen) rechnen. Dabei kommt man auch an dem Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir vorbei. Das ist dieser recht große See, der in vielen Filmen auftaucht. Es sind dort ausschließlich Läufer erlaubt (keine Radfahrer, Inliner o.ä.). Vorsicht: Man sollte unbedingt gegen den Uhrzeigersinn laufen. Diese Runde hat ca. 3,5km, so dass man hier also noch schön verlängern kann, ohne etwas doppelt laufen zu müssen.
Die Strecke auf der Hauptrunde ist ansonsten sehr schön aber auch alles andere als flach. Man macht hier zwar nicht gewaltige Höhenmeter, aber es geht schon ordentlich rauf und runter.
Das läuferische Niveau auf der Strecke ist durchaus überdurchschnittlich. Oder ich bin einfach schlecht. Jedenfalls wurde ich ständig von Läufern aller Alters- (und auch Gewichtsklassen :-/ ) überholt. Das ist nicht gerade förderlich fürs Ego, aber man kann sich ja hinter Ausreden wie „Na ja, die kennen die Strecke halt besser“, „Vermutlich laufen die nur eine kleine Runde“, „Ich bin halt vom Flug noch erschöpft“ o.ä. verstecken. Oder man denkt einfach nicht darüber nach und freut sich einfach über die wirklich einmalig phantastischen Ausblicke auf die Stadt schlechthin (Whow hier ist also das Guggenheim-Museum!).
Zur Sicherheitslage noch zwei Sätze: Abendliche Läufe verbieten sich wohl im Central Park. Zumindest haben meine New Yorker Kollegen darauf hingewiesen, dass der Park bei Dunkelheit nach wie vor nicht zu den Gebieten gehört, die man unbedingt aufsuchen sollte.
Und für die zeitliche Planung sollte man wissen, dass am werktags Vormittag (ich denke so ab 8:00 am) die Hauptstrasse Richtung Süden (also auf der Westseite) für den Autoverkehr frei gegeben ist. Als Läufer darf man dann immer noch auf der Strasse joggen, aber man hat halt neben sich Autos. Im übrigen empfiehlt sich als Laufrichtung auf dem Hauptweg ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn (Amis scheinen das zu lieben, aber die haben ja auch Meilen
)
Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp für alle Läufer, die von plötzlicher Magentätigkeit befallen werden (unter Jet-lag-Bedingungen reagiert der Körper ja durchaus komisch
): An der Südwest-Seite des Parks befinden sich Toiletten-Häiuschen in Sichtweite des Hauptweges (ebenfalls westlich vom Hauptweg).
In diesem Sinne: Viel Spaß!






[...] natürlich nicht so eine Nummer wie die Stadt auf der anderen Seite des Atlantik (siehe Kurzbericht hier), aber sie hat auch mindestens mal eine interessante Strecke zu bieten, die ich aufgrund der Nähe [...]
Von: Lauftipps für Unterwegs: Regents Park, London « Berlin wir kommen ! am Samstag, Juli 26, 2008
um 12:38