Verfasst von: Breiti | Sonntag, Oktober 19, 2008

Bericht vom 35. REAL Berlin Marathon 2008

Am Samstag früh ging es mit dem Zug nach Berlin um direkt zur Marathonmesse zu düsen und die Unterlagen abzuholen. Ich hatte mich irgendwie auf die Pasta Party gefreut, nur war es leider so voll, dass es elendig lange schlangen vor dem Nudelstand gab und man beim Hinsehen bereits die Lust an Pasta verlor …

Also direkt zu den Unterlagen und da ich mich ja bekanntermassen sehr früh angemeldet hatte musste ich nur die Treppen hoch und gleich an den ersten Stand an dem auch die Marathon Club 100 mit ewiger Starternummer in Gold – oder war es Platin??? – am Abholen waren. Jörch habe ich widererwartend doch getroffen und wir haben beschlossen eine kleine private Pastaparty zu feiern. Bei mir wurden es denn zwei denn meine Übernachtjngsgastgeber hatten natürlich netterweise neben einer großen Packung Müsliriegel auch Pasta vorbereitet.

Der Starterbeutel ist zugebenermassen nicht seinen Namen wert, da das Ding superschnell kaputt gegangen ist und auch die üblichen Giveaways extrem ärmlich waren. (Proben und eine Miniflasche Massageöl). Das ist überhaupt kein Vergleich zu dem coolen Beutel aus Mainz und die tolle Befüllung aus Frankfurt … na ja, darum geht es zwar nicht, gehört aber dazu :-)

Hier mal das Plastebeutelchen – ging übrigens nicht nur bei mir kaputt …

Dummerweise konnte ich nach dem ganzen Stress mit Umzug etc. nicht die Finger von einem kleinen Whiskeytasting bei meinen Gastebern und einer Zigarette lassen – Ja, ja, ja, ist blöd und böse und überhaupt … war aber nunmal so.

Morgens gaaaaanz früh raus, Jörch trefen und ab in die S-Bahn. Anfangs noch sehr leer – wir waren überpünklich – füllte es sich so langsam und Jörch konnte sich bis zum Schluss nicht entscheiden welches Shirt er jetzt tragen soll. „Oder doch lieber das langärmlige Shirt?“  AAAAARRRGGGGHH.

Beim Warten auf den Startschuss gab es glücklicherweise neben einem Aufwärmprogramm auch Wasser zu trinken und wir konnten die Gelegenheit nutzen auf einem Podest die Massen zu betrachten. Einfach unglaublich. Zum Start hin waren es nicht ganz so viele aber es kam uns vor, dass mehr als das halbe Starterfeld im letzten Block stand. Verrückte so weit das Auge reicht. Ein absoluter Hammer.

Der Startschuss

War aber nur der erste und wir wandern gemütlich zum eigentlichen Start und dann ging es los. Schön zu zweit den Lauf genossen und neben dem immer wiederkehrenden : „… hätte ich doch lieber das langärmlige Shirt anzuziehen sollen?“ gab es ein super Publikum und immer wieder die einzig wichtige Frage : „Sind wir noch im Osten?“ Ja, ja, für ex West Berliner schon wichtig :-) Wir haben uns nett unterhalten und ich musste  feststellen, dass ich irgendwie einen schlechten Tag erwischt habe bzw. die Vorbereitung, der Whiskey und die Zigarette wohl doch nicht so prima waren … es viel mir schwer den geplanten Schnitt von 5:20 – 5:30 zu halten. Bei KM 15 dann der größte Blödsinn, da ich die tolle Idee am Verpflegungsstand hatte, dass ich links auf der Seite bleibe und Jörch wegen der Snacks auf der anderen Seite wechselt. Treffpunkt gaaaaanz einfach hinter der Verpflegungsstation auf der linken Seite.

Wie sich später rausstellte haben wir da dann beide ein paar Minuten gewartet und haben irgendwie die anderen zig tausend Läufer übersehen ;-) Kurzum ging es alleine weiter.

Als ich dann selbst eingesehen hatte, dass die sub4 nicht zu halten und der Forerunner den eingestellten Marathon anders interpretiert hatte ich richtig viel Spaß mit den Zuschauern und bin locker mein Tempo gelaufen das ich an dem Tag für machbar hielt. Ein riesen Spass sag ich Euch !!!

Dummerweise hat Jörchs Fanclub weder Jörch noch mich „gefunden“ und der Frust war auf deren Seite entsprechend groß, aber es war dennoch ein suuuper Lauf. Wenn man halbwegs erkannt werden möchte ist ein auffälliges Plakat – ich meine richtig auffällig – unabdingbar bei so vielen Menschen.

Ich bin dann zumindest mit 4:09 ins Ziel gekommen und Jörch vor mir mit einer lockeren sub 4. Das Gute daran waren meine lockeren Beine und das halbwegs entspannte Treppensteigen am nächsten Tag. Dies war in meinem Fall wirklich wichtig, da ich am Abend noch nach Hamburg musste und lustige Tagungen vor mir hatte.

Kurzum : Das Ziel war es wert sich in der Vorbereitung und an dem Tag des Laufes selber zu überwinden und ich kann nur sagen. Nur den berühmten „wilden Eber“ habe ich irgendwie verpasst …

Hier der Verlauf des Laufes anhand meiner Pace Zeiten:

Also schnürt die Laufschuhe und raus auf die Strasse!


Antworten

  1. Ist doch klasse gelaufen. So stell ich mir meinen ersten marathon vor.
    Hauptsache viel Spaß ;-)

  2. Riesenspaß und lockere Beine, hört sich perfekt an. Herzlichen Glückwnsch dazu.

  3. @Hannes : bin mal gespannt, ob Du Dein Ziel erreichst, aber ich denke bei der Vorbereitung kann nix mehr schief gehen! Toi Toi Toi

  4. herzlichen glückwunsch und weiterhin viel erfolg
    lg flottemotte

  5. Habt ihr uns auch gesehen? Wir standen ziemlich weit hinen am Start *grins*. Es war mein erster M und es war atemberaubend. Die Zuschauer wirklich super gut drauf. Das tu ich mir auf jeden Fall noch mal an.

    Aber Zigarette? Pfui, sowas macht man doch nicht *grins* Wir haben vor 2 Jahren aufgehört und ich hab mit dem Laufen angefangen.

  6. Herzlichen Glückwunsch, Klasse Bericht. Was ist als nächstes dran?

  7. Gute Frage, auf dem Blog hier passiert leider nicht mehr viel, aber Du warst ja auch schon auf meinem aktiven Blog ;-)

    Ich denke der Strongman Run und sehr wahrscheinlich ein Kurztriathlon. – Muss ich unbedingt mal probieren.

    Danke für Deinen Kommentar!
    Der Breiti

  8. Grüße aus Eitorf!!! ;-)

  9. Ich laufe im Oktober meinen ersten Halbmarathon. Dein Bericht hat mir wieder total viel Mut gemacht. Grüße

  10. Hi Chris, Du schaffst das !!!!

    Viel Spaß & Gruß
    Breiti


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