Üblicherweise kommt man im Büroalltag nicht ins Schwitzen. Zu Ausnahmen kommt es lediglich bei Ausfall des Aufzuges, gesperrten Rolltreppen oder anstehenden Bewertungsgesprächen und Präsentationen.
Unter olfaktorischen Gesichtspunkten und auch im Sinne des Bürofriedens (schließlich setzen immer mehr Arbeitgeber auf die kollegiale Atmosphäre von Großraum-Büros) ist das sicherlich auch nicht unbedingt nachteilig. Andererseits könnte man insbesondere die Mittagspause ja einmal dazu nutzen, die eigene Kondition zu erhöhen, anstelle des eigenen Körpergewichts.
Und wenn man dann noch eine Dusche im (Büro-)Haus hat, gibt es eigentlich auch keine Ausreden mehr Natürlich muss noch ein wenig Platz im Terminkalender geschaffen werden. Diesen Mittwoch war es dann also so weit. Glücklicherweise waren die Wetterbedingungen schon mehr als günstig – tropische 30°C in der Sonne, nass wurde man also nur von innen.
Da es sich um meine Premiere handelte, war hohe Aufmerksamkeit seitens der Kollegen garantiert. Und damit gleichzeitig für hohe Motivation meinerseits gesorgt (das ist so ein wenig wie Brücken abreissen oder Schiffe verbrennen – wenn man sich mit Funktionswäsche am Körper im Kreise seiner Kollegen zeigt, kann man natürlich nur schwerlich nach bereits 20 Minuten wieder vom Jogging-Ausflug zurück kommen; wochenlange Schmähungen wären dann ja unvermeidlich
)
Der Lauf selber war dann ein gewöhnlicher, knapper 10k. Bei den eben genannten sehr sommerlichen Temperaturen. Kleiner Schönheitsfehler zum Ende: Mit der Begeisterung ob meiner neuen Erfahrung in den Beinen und einem zusätzlichen Euphorie-Schub meiner Musik-Begleitung auf den Ohren (Black Eyed Peas – einfach klasse
) ließ ich mich zu 3 schnellen 300m Intervallen hinreissen. Cool-Down musste leider wegen Zeitmangels entfallen.
Ergebnis: Auch 15min nach dem Duschen sorgte intensives Nachschwitzen für ein durchweichtes Business-Outfit und Gelächter in den gemeinsamen Meetings. Wenn der eigene Wasserhaushalt eher schnell und nachhaltig auf Belastung reagiert, sollte man einen ausreichend langen Cool-Down einplanen – oder einfach auf Intervalle verzichten
Ich werde das auf jeden Fall wiederholen!
Happy Running B-)




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